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Das JKI Institut für Bienenschutz hat aktuell 31 Mitarbeiter und besitzt eine hervorragende Expertise und Infrastruktur für Labor- und Freilandversuche. Als Vorleistung ist unter anderem das Projekt ”Optimale Erfassung von Einflüssen auf die Bestäubungsleistung und Vitalität von Bienenvölkern“ zu nennen. Die Schwerpunkte der Forschung am Institut sind Ökotoxikologie und Ökologie von Honig- und Wildbienen. Das Institut untersucht mögliche Risiken für Bienen durch Pflanzenschutzmittel und arbeitet darüber hinaus intensiv daran, neue Prüf- und Bewertungsmethoden zu entwickeln und Bestehende zu verbessern. Aktuell widmet sich das Institut der Frage welche Maßnahmen zur Gestaltung von Agrarlandschaften und urbanen Räumen sich in welcher Weise auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Honigbienen und Wildbienen auswirken. Daher passt die Entwicklung und Anwendung von Indikatoren, die unter Verwendung aktueller Technik gemessen werden hervorragend ins Portfolio.

Die Firma Gero Meßsysteme GmbH beschäftigt sich mit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Anlagen zur Meßdatengewinnung. Haupteinsatzgebiete sind Wasserversorgung, Meteorologie, Industrie, Wasserbau und Umweltschutz. Die Leistungen umfassen Sensoren, Datalogger als auch Softwarepakete. Gero hat 9 Mitarbeiter und seit 2012 besteht eine Kooperation mit dem JKI zur Entwicklung eines elektronischen Bienenzählers, der zunächst mit Lichtschranken, aufgrund der besseren Genauigkeit nun aber mit kapazitiver Messtechnik ausgestattet wurde. Die Geräte stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.

Als etabliertes Kontraktlabor im Bereich Ökotoxikologie bietet die Biochem Agrar ein breites Spektrum an Prüfungen für die Zulassung / Registrierung von Pflanzenschutzmitteln / Bioziden / Chemikalien und Medizinprodukten an. Die Durchführung von GLP-konformen Studien basiert auf den aktuell gültigen OECD-, ISO-, IOBC-, EPPO- und EPA-Richtlinien sowie der langjährigen Erfahrung in dem Gebiet. Der moderne Laborkomplex ermöglicht die Bearbeitung eines breiten Spektrums aquatischer und terrestrischer Studien. Neben den Standard-Laborstudien bietet die Biochem Agrar ein breites Spektrum von Higher-Tier-Studien im Gewächshaus, unter Halbfreilandbedingungen und im Freiland an. Dabei kann auf ein weit gefächertes BioChem-internes Versuchsstellennetz und dessen Infrastruktur zurückgegriffen werden. Die Biochem Agrar GmbH hat 120 Mitarbeiter.

Die RIFCON GmbH ist ein unabhängiges wissenschaftliches Dienstleistungsunternehmen mit einem Schwerpunkt im Bereich der Bewertung und Zulassung von Pestiziden und Biopestiziden. Dieser Schwerpunkt umfasst u.a. die Durchführung von ökotoxikologischen Halb- und Freilandstudien von Bestäubern, die Bewertung im Rahmen der EU Richtlinien sowie der Durchführbarkeit von Guidance Dokumenten, Empfehlungen neuer oder modifizierter Testdesigns und wissenschaftliche Grundlagenuntersuchungen und Veröffentlichungen. Des Weiteren beschäftigen sich das Team ‚Effektmodellierung und Statistik‘ mit derzeit 6 Mitarbeiter mit der Erstellung und Anwendung von prozessbasierten Modellen sowie der statistischen Datenanalysen für die Riskobewertung von Pestiziden. Insgesamt sind zurzeit ca. 170 wissenschaftliche Angestellte bei der RIFCON GmbH tätig, darunter ein Imker. Für den wissenschaftlichen Austausch unter anderem im Bereiche Effekt Modellierung besteht eine gute Vernetzung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie ein reger Kontakt mit Zulassungsbehörden und Industriepartnern.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung-UFZ wurde 1991 in Leipzig und Halle gegründet. Es beschäftigt zurzeit ca. 1100 Mitarbeiter/innen. Mittlerweile ist das UFZ ein weltweit anerkanntes Kompetenz-Zentrum für die Erforschung und Sanierung von Umweltbelastungen sowie für den Schutz der Biodiversität und naturnaher Landschaften. Es war an über 100 EU-Projekten sowie zahlreichen nationalen Projekten beteiligt, darunter durch das BMEL geförderte. Das Department Ökologische Systemanalyse, beschäftigt ca. 40 Modellierer/innen und ist eine der größten und erfahrensten Gruppen in der ökologischen Modellierung weltweit. Es hat zahlreiche Modelle zum Schutz gefährdeter Arten und Ökosystemen entwickelt, und war gesuchter Partner in nationalen und internationalen Projekten. Seine besondere Stärke liegt in der individuenbasierten und räumlich expliziten Simulation, die es erlaubt Lösungen für die Praxis zu entwickeln.

Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei (FBI) im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel ist als Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz zuständig für alle Belange der Imkerei in diesem Bundesland und über Kooperationsverträge auch im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Arbeitsschwerpunkte sind die bundesweiten Monitoringsysteme TrachtNet mit mehr als 300 Messstellen in Deutschland und bundesweite Erhebungen (> 10.000 standortbezogene Datensätze je Umfrage) zu verschiedenen Parametern der Imkerei (Bienensterblichkeit, Ertragsdaten etc.). Im Deutschen Bienenmonitoring (DeBiMo) koordiniert das FBI die Datenerhebungen, die Datenbankentwicklung und betreut Imker an 17 DeBiMo-Standorten. Das Pathologielabor des FBI führt Krankheitsuntersuchungen bei Bienen und Bienenvölkern durch. Dabei stehen epidemiologische Studien zur Ausbreitung der Amerikanischen Faulbrut an erster Stelle. Das Honiglabor verfügt über eine langjährige Expertise bei Honigqualitätsuntersuchungen und Pollenanalysen. Über seinen Ausbildungs- und Beratungsauftrag besteht ein kontinuierlicher enger Kontakt zur Imkerpraxis. Das FBI hat derzeit 8 fest angestellte Mitarbeiter.

Das Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (IBI) ist als Einrichtung des Landes Bayern kompetenter Partner und Dienstleistungseinrichtung der bayerischen Imker, ihrer Verbände und aller mit der Bienenhaltung befassten Institutionen. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Bienen für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen ist das Institut auch Ansprechpartner, wenn es um die gesellschaftlichen Leistungen der Bienenhaltung geht. Die Aufgabenschwerpunkte liegen in der angewandten Forschung, der Aus- und Fortbildung, der Fachberatung und Fachstellungnahmen. In der angewandten Forschung sind die zentralen Aufgabenfelder die Themen Bienengesundheit (Mitarbeit im DeBiMo und TrachtNet, Varroawetter, Entwicklung Behandlungskonzepte und deren Prüfung, Krankheitsdiagnostik), Bienenzucht (Leistungsprüfung, Selektion varroatoleranter Bienen), Bienenprodukte und Bestäubung (Honiganalyse, Entwicklung von bienenfreundlichen Saatgutmischungen, bienenfreundliche Energiepflanzen, etc.). Das Institut für Bienenkunde und Imkerei hat derzeit 15 festangestellte Mitarbeiter/Innen.

Als gemeinnütziges Institut im Besitz des Landes Rheinland-Pfalz betreibt das Institut für Agrarökologie (IfA) der RLP Agroscience seit über 20 Jahren interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Landwirtschaft und Umwelt und arbeitet mit öffentlichen und privaten Auftraggebern in zahlreichen Projekten zusammen. In der Abteilung Umweltsysteme werden mit Hilfe von Geoinformationssystemen neue Methoden der digitalen Landschaftserfassung und -analyse entwickelt und umgesetzt. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt liegt in der geodatenbasierten Landschaftsmodellierung sowie der Entwicklung neuer Methoden zur fernerkundungsbasierten Landbedeckungsanalyse.

Neben einem für Rheinland-Pfalz flächendeckend vorliegenden hochauflösenden Landbedeckungsdatensatz[1] ist das IfA aktuell an 2 Forschungsvorhaben beteiligt, die sich mit der automatisierten Auswertung der Sentinels S 1 und 2 beschäftigen (Akronyme SoFi und TimeStamp).

Als Teil der Eurofins Scientific Firmengruppe will die Eurofins Agroscience Services die Nummer Eins unter den Auftragsforschungsunternehmen ihrer Art sein. Seit ihrer Gründung hat die Eurofins Agroscience Services einige der im Agrarchemiebereich angesehensten CROs und Laboratorien übernommen. Während das daraus resultierende globale Angebot der Eurofins Agroscience Services recht neu ist, blicken alle ihre Einzelunternehmen auf eine über 30jährige Erfolgsgeschichte zurück, in der sie ihren Kunden mit hochwertigen Dienstleistungen in Ihren jeweiligen Spezialgebieten versorgen. Die Eurofins Agroscience Services nutzt nun die Expertise und die Stärken aller ihrer Tochterunternehmen, um ein vollständiges Dienstleistungsangebot für agrarchemische Hersteller zu schaffen. Dabei wird der Industrie eine volle technische Unterstützung beim Screening und in der Entwicklung, bei der Zulassung und Betreuung neuer und bereits existierender Produkte rund um die Welt angeboten. (vgl. https://www.eurofins.de/agroscience/ , 17.09.19). Aufgrund ihrer Größe fungiert die Eurofins Agroscience Services als Nichtzuwendungsempfänger im Projekt.

Somit wird die in der Antragsaufforderung gestellte Prüfung der Beteiligung eines Nichtzuwendungsempfängers mit Bezug zur Pflanzenschutzmittelindustrie erfüllt, da Eurofins Agroscience Services in seiner Auftragsforschung eng an die Anforderungen der Pflanzenschutzmittelindustrie gekoppelt ist. Gleichzeitig werden dadurch keine in der öffentlichen Wahrnehmung bestehende Bedenken geschürt, die mit einer direkten Zusammenarbeit mit der Pflanzenschutzmittelindustrie entstehen könnten. Ein Nachweis über die Höhe der Beteiligung von eurofins liegt bei.

Das Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und –bewertung e.V. – gaiac ist ein im Jahr 2003 gegründetes Aninstitut an der RWTH Aachen in Form eines eingetragenen Vereins, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über langjährige Erfahrung in der Bearbeitung von anwen­dungsbezogenen ökotoxikologischen und ökologischen Fragestellungen verfügen. Am Institut sind derzeit 34 wissenschaftliche Mitarbeiter (insgesamt 17 Vollzeitäquivalente) beschäftigt. Forschungsschwerpunkte sind die Ökosystemanalyse und –bewertung aquatischer und terrestrischer Lebensgemeinschaften und deren Veränderungen durch anthropogen bedingte Einflüsse. Bisherige Forschungsarbeiten umfassen neben experimentellen Untersuchungen im Labor und Freiland auch die Entwicklung mathematischer Modelle für biologische Umweltprozesse sowie die Erarbeitung von Lösungsstrategien zur nachhaltigen Umweltentwicklung. Entsprechende Dienstleistungen werden für Behörden, Industrieunternehmen, Wasserverbände und Planungsbüros angeboten. Darüber hinaus hat gaiac in den letzten Jahren zum Teil auch koordinierend in verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten in den Bereichen Entwicklung von ökologischen Modellen, Entwicklung von Werkzeugen für die Pflanzenschutzmittel-Bewertung, Risikobewertung von Nanomaterialien, Monitoring, Ökosystemanalyse etc. für verschiedene Mittelgeber wie z.B. dem BMBF, UBA, BfN , DBU und CEFIC mitgearbeitet. Die Arbeitsgruppe Modellierung umfasst derzeit 7 Mitarbeiter, die sich mit der Entwicklung und Anwendung von ökotoxikologischen und ökologischen Modellen beschäftigen.